Was ist ein elektrisches Mountainbike (e-MTB)
Das elektrische Mountainbike oder e-MTB ist zu einem der dynamischsten Segmente des aktuellen Radsports geworden. Seine Verkaufszahlen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen und machen mittlerweile fast die Hälfte des Fahrradmarktes in Spanien aus.
Ein e-MTB ist eine unterstützte Version des traditionellen MTB, das einen Elektromotor und eine wiederaufladbare Batterie integriert. Ziel ist es nicht, für dich zu treten, sondern das Pedalieren zu unterstützen, damit du mehr Anstiege bewältigen, weiter fahren und die Strecke noch mehr genießen kannst.
Besonders hervorzuheben sind die neuen leichten e-MTBs, Fahrräder mit nahezu unsichtbar integriertem Motor und Batterie, die ein Gewicht von etwa 17-18 kg erreichen (sehr nah an einem traditionellen Enduro-MTB). Angesichts dieser Vielfalt kann es verwirrend sein, zu entscheiden, welchen Typ von elektrischem MTB man wählen sollte. In diesem umfassenden Leitfaden erklären wir dir alles, was du wissen musst, um die richtige Wahl zu treffen.
Unterschiede zu einem herkömmlichen MTB
Im Unterschied zu einem herkömmlichen Fahrrad hat ein e-MTB:
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Einen eingebauten Motor (normalerweise im Tretlagerbereich).
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Eine integrierte Batterie, die je nach Modell eine Reichweite von 50 bis 150 km bietet.
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Ein höheres Gewicht (im Durchschnitt zwischen 20 und 25 kg).
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Ein Display oder eine Fernbedienung zur Auswahl des Unterstützungsniveaus.
Arten der elektrischen Unterstützung und rechtliche Vorschriften
In Spanien und der EU muss ein Pedelec (EPAC) folgende Kriterien erfüllen:
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Die Unterstützung auf 25 km/h begrenzen.
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Die 250 W Nennleistung nicht überschreiten.
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Die Unterstützung stoppen, sobald der Fahrer aufhört zu treten.
Jedes Modell, das diese Grenzen überschreitet, gilt als Kleinkraftrad und benötigt eine Zulassung, ein Nummernschild und eine Versicherung.
Hauptvorteile
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Reichweite und Leistung: ideal für längere und anspruchsvollere Touren.
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Barrierefreiheit: ermöglicht es mehr Menschen mit unterschiedlicher Fitness, MTB zu genießen.
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Vielseitigkeit: du kannst im "Assistenzmodus" oder ohne Motor fahren, je nach Wunsch.

Wozu dient ein E-MTB und für wen ist es gedacht?
Elektrische Mountainbikes wurden entwickelt, um MTB für ein breiteres Publikum zugänglicher und unterhaltsamer zu machen. Was ermöglichen sie genau? Im Wesentlichen helfen sie dir, weiter und höher zu kommen – mit weniger körperlicher Anstrengung.
Mit einem E-MTB kannst du längere Strecken oder größere Höhenunterschiede bewältigen, ohne völlig erschöpft zu sein, und sogar mehr Abfahrten im Bikepark oder auf Enduro-Trails an einem einzigen Tag aneinanderreihen.
Sie sind auch eine Lösung für Radfahrer, die aufgrund von Alter, Verletzungen oder anderen körperlichen Problemen nicht mehr die gleiche Leistung auf einem klassischen Fahrrad bringen können und so weiterhin mit Motorunterstützung die Berge genießen können.
Arten von elektrischen Mountainbikes
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Typ des E-MTB |
Eigenschaften |
Empfohlene Nutzung |
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Trail / All Mountain |
Federweg 140–160 mm, ausgewogen zwischen Aufstieg und Abfahrt |
Gemischte und technische Strecken |
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Cross Country (XC) |
Leichter, 100–120 mm Federweg |
Schnelle Anstiege und Effizienz |
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Enduro / Downhill |
Leistungsstark, 160–180 mm Federweg, mehr Kontrolle |
Aggressive Abfahrten und anspruchsvolles Gelände |
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Urban / Trekking E-Bike |
Komfortable Geometrie, integriertes Zubehör |
Freizeitnutzung oder tägliche Fahrten |
Leichte E-MTB : Eigenschaften, Vorteile und Einschränkungen
Leichte elektrische Mountainbikes sind ein relativ neues, aber sehr beliebtes Konzept. Im Grunde genommen versuchen sie, das Haupt-Handicap herkömmlicher E-Bikes zu minimieren: das Gewicht. Wie gelingt das? Durch die Kombination von ultraleichten Rahmen (in vielen Fällen aus Carbon) mit kompakteren Motoren und kleineren Batterien. Das Ergebnis sind E-MTBs, die genauso viel oder sogar weniger wiegen als ein herkömmliches vollgefedertes Enduro-MTB.
Schlüsseleigenschaften eines leichten E-MTB:
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Geringes Gewicht und vollständige Integration: zwischen 17-19 kg im High-End-Bereich, mit Motor und Batterie so gut im Rahmen integriert, dass sie auf den ersten Blick wie Fahrräder ohne Motor wirken könnten.
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Motor mit geringerer Leistung: Sie sind meist mit speziellen „Light Range“-Systemen ausgestattet, mit einer maximalen Leistung von etwa 240 W und einem Drehmoment von ~60 Nm. Sie bieten ausreichend Unterstützung für die meisten Situationen, aber erwarte keinen Schub wie bei einer Enduro-Maschine.
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Kleinere Batterie: Typische Kapazitäten von 320 Wh, 360 Wh oder 500 Wh (je nach Modell). Das spart Gewicht und Volumen im Unterrohr. Einige bieten Zusatzakkus oder optionale Range-Extender an, um die Reichweite zu erhöhen.
Aber lohnt es sich, ein leichtes E-Bike zu kaufen? Das hängt von deinen Prioritäten ab. Schauen wir uns die Vor- und Nachteile an:
Vorteile eines leichten E-MTB
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Handhabung fast wie bei einem normalen Fahrrad: Da sie leichter sind, sind sie viel wendiger und einfacher zu fahren auf kurvigen Trails oder technischen Passagen. Richtungswechsel, Hindernisse überspringen oder das Vorderrad anheben fühlt sich natürlicher an, ähnlich wie bei einer MTB ohne Motor.
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Sanfte und natürliche Unterstützung: Die Leistungsabgabe ist besser dosiert. Der Motor unterstützt dein Pedalieren ohne Ruckeln oder plötzliche Schübe. Das kommt besonders denen zugute, die ein möglichst organisches Fahrgefühl suchen.
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Besseres Erlebnis ohne Unterstützung: Wenn du ohne Akku oder mit ausgeschaltetem Motor fährst, ist es deutlich angenehmer, 17-18 kg zu bewegen als 24-25 kg.
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Geringerer mechanischer Verschleiß: Mit weniger leistungsstarken Motoren und leichteren Bikes werden die Komponenten (Antrieb, Bremsen, Reifen) weniger beansprucht.
Nachteile eines leichten E-MTB
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Höherer Preis: Es handelt sich um hochmoderne Maschinen mit neuester Technologie. Um Gewicht zu sparen, werden Premium-Materialien (Carbon, leichte Legierungen) und Top-Komponenten verwendet.
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Geringere Reichweite: Ein typisches leichtes E-MTB bietet dir je nach Modus zwischen 1 und 3 Stunden Unterstützung (ca. 30-60 km Strecke, je nach Höhenprofil).
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Weniger Leistung bei extremen Anstiegen: Obwohl sie dank ihres geringen Gewichts sehr gut klettern, liefern ihre Motoren etwa 30-40% weniger Drehmoment als die Standardmodelle.

Schlüsselfaktoren für die Auswahl eines elektrischen Mountainbikes
Motortyp und Position
Der Mittelmotor (Bosch, Shimano, Brose, Yamaha…) ist die fortschrittlichste und ausgewogenste Option:
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Verbessert die Traktion und die Gewichtsverteilung.
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Bietet eine natürliche Unterstützung beim Treten.
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Ermöglicht Sensoren, die die Leistung je nach Pedaldruck anpassen.
Der Hinterradnabenmotor ist günstiger, aber weniger effizient auf technischem Gelände.
Das Drehmoment (Nm) bestimmt die Kraft des Motors:
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50–60 Nm → XC und leichte Strecken.
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70–85 Nm → Trail und All Mountain.
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+90 Nm → Enduro oder extreme Anstiege.
Batteriekapazität und Reichweite
Die Batterie wird in Wattstunden (Wh) gemessen: Je höher die Zahl, desto mehr Reichweite bietet sie.
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500 Wh → mittlere Strecken (50–80 km).
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625 Wh → lange Strecken oder mit Höhenunterschieden.
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750–900 Wh → intensiver Gebrauch oder ganztägige Ausfahrten.
Faktoren, die die Reichweite beeinflussen:
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Gewicht des Fahrers und des Fahrrads.
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Gewählter Unterstützungslevel (Eco, Trail, Boost).
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Höhenunterschied, Geländeart und Reifendruck.
Geometrie und Federung
Wähle je nach deinem Fahrstil:
- Starr (Hardtail): leichter, effizienter und günstiger. Ideal für XC oder Anfänger.
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Vollfederung (Full Suspension): komfortabler und besser kontrollierbar bei technischen Abfahrten. Perfekt für Trail oder Enduro.
Empfohlener Federweg:
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XC: 100–120 mm
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Trail / All Mountain: 140–160 mm
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Enduro: 160–180 mm
Gewicht und Rahmenmaterialien
Die E-MTB wiegen zwischen 20 und 25 kg, abhängig von Akku und Rahmenmaterial.
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Aluminium: günstiger und langlebiger.
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Kohlefaser: leichter und steifer, ideal wenn du auf Leistung aus bist.
Ein gut ausbalancierter Rahmen ist entscheidend, um das Fahrrad trotz des zusätzlichen Gewichts von Motor und Akku agil zu steuern.
Antrieb, Bremsen und Laufräder
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1x12-Antrieb: Standard bei modernen E-MTB; erleichtert das Schalten und bietet eine große Bandbreite.
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Hydraulische Scheibenbremsen: unverzichtbar wegen Gewicht und Geschwindigkeit; achte auf Scheiben mit mindestens 180 mm.
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Laufräder:
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27,5” → mehr Wendigkeit.
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29” → mehr Traktion und bessere Rolleigenschaften.
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Einige E-MTB kombinieren beide (29” vorne, 27,5” hinten).

Reichweite und Batteriemanagement: wie man das Maximum herausholt
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Nutze den Eco-Modus bei sanften Anstiegen und hebe dir den Boost nur für steile Rampen auf.
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Halte den Akku zwischen 20% und 80%, um seine Lebensdauer zu verlängern.
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Vermeide es, sie extremer Hitze auszusetzen oder sie über längere Zeiträume entladen zu lagern.
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Führen Sie regelmäßige vollständige Ladevorgänge durch (alle 10–15 Benutzungen).
Effizientes Fahren und die richtige Nutzung der Unterstützungsmodi können die Reichweite um bis zu 30 % erhöhen.
Hervorgehobene Marken und Modelle von e-MTB
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Orbea Wild FS: hervorragendes Gleichgewicht zwischen Leistung, Kontrolle und Reichweite.
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Specialized Turbo Levo: Referenz in Integration und Leistung; Akku bis zu 700 Wh.
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BH iLynx Trail: ultraleichtes spanisches Design und natürliche Unterstützung.
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Trek Rail: ausgestattet mit Bosch Performance CX Motor, hohe Leistung und Reichweite.
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Canyon Spectral:ON: 900-Wh-Akku und moderne Geometrie für Enduro und Trail.
Die Wahl eines geeigneten E-Mountainbikes hängt von deinem Niveau, der Art der Strecken und dem Budget ab.
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Wenn du leichte Touren oder XC fährst, kann ein Hardtail-e-MTB mit 500 Wh ausreichend sein.
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Wenn du technische Abfahrten oder lange Touren magst, setze auf ein Fully mit starkem Motor und 700–900 Wh Akku.
Die modernen e-MTBs haben das Mountainbiken demokratisiert: Sie ermöglichen es, mit angemessenem Aufwand zu fahren, deine Touren zu erweitern und grenzenlos zu erkunden.
Bei Tuvalum findest du geprüfte und zertifizierte E-Mountainbikes von Marken wie Orbea, Specialized, BH, Trek oder Canyon, mit Garantie und Lieferung nach Hause.
Tuvalum Team