Radfahren ist eine der effektivsten, nachhaltigsten und unterhaltsamsten Übungen, um Gewicht zu verlieren und Fett zu verbrennen. Es ist eine Ausdauersportart, die die Gesundheit verbessert, den Stoffwechsel ankurbelt und sich zudem an jedes Alter oder Fitnesslevel anpasst.
Egal ob auf dem Rennrad, Mountainbike, gravel oder auf dem Heimtrainer – regelmäßiges Radfahren kann dir helfen, dein Idealgewicht zu erreichen, während du den Prozess genießt.
In diesem Leitfaden erfährst du wieviele Kalorien du beim Radfahren verbrennst, wie du dein Training strukturierst, welche Ernährung du befolgen solltest und welche Faktoren einen gesunden Fettabbau beeinflussen.
Vorteile des Radfahrens beim Abnehmen
Eine gelenkschonende Ausdauersportart für alle
Radfahren ist eine gelenkschonende Sportart, was bedeutet, dass es die Gelenke schont.
Im Gegensatz zum Laufen ruhen etwa 80 % des Körpergewichts auf dem Sattel, wodurch die Belastung für Knie und Knöchel reduziert wird. Deshalb ist es ideal für Menschen mit Übergewicht, früheren Verletzungen oder diejenigen, die wieder mit Sport anfangen.
Außerdem kannst du die Intensität leicht steuern – vom gemütlichen Ausflug bis zum anspruchsvollen Training.
Trainierte Muskeln und Auswirkungen auf den Stoffwechsel
Radfahren beansprucht große Muskelgruppen, insbesondere im Unterkörper: Quadrizeps, Gesäß, Oberschenkelrückseite und Waden. Aber auch Bauch, Rücken, Arme und Brust sind beteiligt, besonders wenn du im Stehen fährst oder bei Anstiegen Kraft aufwendest.
Durch das Training so vieler Muskelgruppen erhöht der Körper seinen Grundumsatz, was bedeutet, dass er auch in Ruhe weiter Kalorien verbrennt.
Vorteile, das Fahrrad in den Alltag zu integrieren
Radfahren im Alltag bringt Vorteile, die über das Abnehmen hinausgehen:
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Verbessert die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
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Reduziert Stress und hebt die Stimmung.
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Du sparst Geld beim Transport.
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Und vor allem machst du Bewegung zu einer nachhaltigen Gewohnheit.
Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, Besorgungen erledigen oder kurze Strecken durch Radfahren ersetzen kann einen großen Unterschied machen.

Wie viele Kalorien verbrennt man beim Radfahren?
Die Anzahl der verbrannten Kalorien hängt ab von der Intensität, dem Körpergewicht, der Geschwindigkeit und der Art des Geländes, aber wir können Durchschnittswerte schätzen.
Kalorien pro Stunde je nach Geschwindigkeit
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Durchschnittsgeschwindigkeit |
Verbrannte Kalorien pro Stunde* |
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15 km/h (gemütliche Fahrt) |
≈ 300 kcal |
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18 km/h (moderates Tempo) |
≈ 420 kcal |
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22 km/h (aktives Training) |
≈ 600 kcal |
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28 km/h (intensiv) |
≈ 850 kcal |
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+30 km/h (Wettkampf) |
+ 1 000 kcal |
*Ungefähre Berechnung für einen Radfahrer mit 70 kg.
Kalorien pro Kilometer
Im Durchschnitt entspricht 1 km Radfahren etwa 23 kcal.
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10 km ≈ 230 kcal
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20 km ≈ 460 kcal
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40 km ≈ 920 kcal
Diese Werte steigen bei Strecken mit Steigungen oder Gegenwind.
Praktisches Beispiel: Wie man ein Kilo Fett verbrennt
Um 1 kg Fett zu verbrennen (≈ 7 800 kcal) benötigst du ungefähr 5 Einheiten à 2 Stunden Radfahren mit einer durchschnittlichen Leistung von 200 W (etwa 1 400–1 500 kcal pro Einheit).
Wenn du diese Einheiten mit einer moderaten kalorienreduzierten Diät kombinierst, ist der Gewichtsverlust effektiver und nachhaltiger.
Faktoren, die den Kalorienverbrauch beeinflussen
Tretintensität und Fitness
Je höher die Intensität und Muskelmasse, desto höher der Energieverbrauch. Ein Radfahrer mit guter Fitness verbrennt mehr Kalorien, auch bei gleicher Geschwindigkeit, aufgrund der höheren Stoffwechseleffizienz.
Streckenart und äußere Bedingungen
Bergaufpassagen, Wind oder unebenes Gelände erhöhen den Energiebedarf.
Eine einstündige Ausfahrt im Flachen ist nicht mit einer Stunde in den Bergen oder mit Gegenwind vergleichbar.
Alter, Geschlecht und Gewicht
Der Stoffwechsel unterscheidet sich von Person zu Person:
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Jüngere Personen und Männer verbrennen in der Regel mehr Kalorien aufgrund ihrer höheren Muskelmasse.
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Personen mit höherem Körpergewicht verbrauchen ebenfalls mehr Energie, da sie ihr Gewicht auf dem Rad bewegen müssen.

Herzfrequenz und Trainingsarten
So berechnest du deine Fettverbrennungszone
Um Fett effizient zu verbrennen, solltest du mit etwa 60–70 % deiner maximalen Herzfrequenz (HFmax) fahren.
Du kannst sie mit diesen Formeln schätzen:
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Frauen: (226 − Alter) × 0,6–0,7
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Männer: (220 − Alter) × 0,6–0,7
Beispielsweise hätte ein 40-jähriger Mann eine HFmax von 180 S/min, sodass seine Fettverbrennungszone zwischen 108 und 126 S/min liegen würde.
Aerobes vs. anaerobes Training
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Aerob: mittlere Intensitäten (60–75 % HFmax), ideal zum Fettverbrennen und zur Verbesserung der Ausdauer.
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Anaerob: hohe Intensitäten (80–90 % HFmax), ausgerichtet auf die Steigerung von Kraft und kardiovaskulärer Leistungsfähigkeit.
Um Gewicht zu verlieren, priorisiere Einheiten im gleichmäßigen Tempo und mit langer Dauer (60–90 Min.) im aeroben Bereich.
Intervalltraining (HIIT)
Das Abwechseln von intensiven Fahrphasen (30–60 s) mit lockeren Erholungsphasen (1–2 Min.) beschleunigt die Kalorienverbrennung und verbessert die Fitness.
Das Intervalltraining kann auch beim Indoor-Cycling oder auf der Smart-Rolle durchgeführt werden, wo sich Leistung und Tempo leichter kontrollieren lassen.
Trainingsplan zum Abnehmen
Das Fahrrad in deinen Alltag integrieren
Kleine Gewohnheiten summieren sich: Mit dem Rad zur Arbeit fahren, es für Besorgungen nutzen oder kurze Strecken zurücklegen erhöht den wöchentlichen Kalorienverbrauch und hält dich unbemerkt aktiv.
Wöchentliche Outdoor-Radeinheiten
Beispielplan:
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2 lange Einheiten (60–90 Min.) im aeroben Bereich.
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1–2 Intervall-Einheiten zur Anregung des Stoffwechsels.
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Ruhe oder leichte Aktivität zwischen den Trainings zur Förderung der Regeneration.
Training auf dem Heimtrainer oder Indoor-Bike
Einheiten von 45 Min. auf dem Heimtrainer können ≈ 500 kcal verbrennen.
Halte die Herzfrequenz zwischen 60 % bis 75 % deiner HFmax.
Du kannst virtuelle Plattformen und Simulatoren nutzen, um das Training unterhaltsamer und motivierender zu gestalten.
Ernährung und Gewohnheiten zur Unterstützung des Radsports
Kaloriendefizit und ausgewogene Ernährung
Um Fett zu verlieren, ist der Schlüssel ein moderates Kaloriendefizit: mehr Energie verbrauchen als aufnehmen.
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Reduziere die Aufnahme an Tagen ohne Training leicht.
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Erhöhe den Verzehr von mageren Proteinen, Obst und Gemüse.
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Vermeide zugesetzten Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel.
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Verteile deine Mahlzeiten auf 4–5 Portionen pro Tag, um Hungerattacken zu vermeiden.

Wie man die Makronährstoffe verteilt
Eine einfache und ausgewogene Richtlinie:
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50 % Gemüse und Obst
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25 % komplexe Kohlenhydrate (Reis, Hafer, Vollkornnudeln)
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25 % magere Proteine (Huhn, Fisch, Hülsenfrüchte, Eier)
Trinke vor und während der Mahlzeiten, um das Sättigungsgefühl zu kontrollieren und den Stoffwechsel aktiv zu halten.
Gewichtskontrolle und Motivation
Setze dir realistische Ziele und verfolge deinen Fortschritt.
Nutze eine wöchentliche Waage, eine Kalorienzähler-App oder einen Leistungsmesser, um deine Entwicklung zu sehen.
Denk daran: Beständigkeit ist wichtiger als Perfektion.

Abschließende Tipps und Warnhinweise
Sei geduldig und bleibe dran
Ein gesunder Gewichtsverlust wird durch Beständigkeit und Ausgewogenheit erreicht.
Empfehlenswert ist es, zwischen 0,5 und 1 kg pro Woche (≈ 1–2 kg pro Monat) abzunehmen, indem man Ernährung und Bewegung kombiniert.
Höre auf deinen Körper und konsultiere Fachleute
Bevor du mit einem intensiven Trainingsplan beginnst, mache einen Belastungstest, um deine Herzfrequenzbereiche zu kennen und mögliche Risiken auszuschließen.
Konsultiere einen Sportarzt oder Ernährungsberater, wenn du Beratung benötigst. personalisiert.
Zusammenfassend ist Radfahren eine der effektivsten und nachhaltigsten Methoden, um Gewicht zu verlieren.
Kombiniere das Radfahren mit einer ausgewogenen Ernährung, trainiere klug und du wirst in wenigen Wochen sichtbare Ergebnisse sehen.
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Tuvalum Team